Rauchmelder können Leben retten! | Rauchmelderpflicht

18. Apr 2012 | Haus & Wohnung

Jährlich gibt es bis zu  8.000 Schwerstverletzte und mehr als 600 Tote bei Wohnungsbränden in Deutschland. Expertenmeinungen zufolge kann man mit Rauchmeldern bis zu 40 Prozent das Risiko von Brandverletzungsfällen minimieren. In zehn Bundesländern sind die kleinen runden unscheinbaren Warnsysteme inzwischen Vorschrift.

rauchmelder © Fotolia.com

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Erst im März diesen Jahres verabschiedete etwa der niedersächsische Landtag die Rauchmelderpflicht für private Wohnungen. Für neu gebaute Wohnungen gilt die Bauordnungsmaßnahme ab dem 01.11.2012. Bereits errichtete oder genehmigte Wohnungen müssen mit einer Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2015 mit Rauchmeldern ausgestattet werden.

Risiko vor allem in Schlaf besonders hoch

Brände entstehen nicht lediglich durch Fahrlässigkeit. Oftmals können technische Defekte an Elektrogeräten bereits ein Feuer auslösen. Der Nutzen von Rauchmeldern ist dann nicht zu unterschätzen.

Tagsüber mag man die Brandherde durch sicht- und riechbare Rauchentwicklung schnell ausmachen können, doch gerade im Schlaf funktioniert dieses „humane Warnsystem“ nicht. Auf unser Geruchsempfinden können wir uns während der Nachtruhe nämlich nicht verlassen: Rauch riecht man im Schlaf nicht – im Gegenteil. Er lässt uns sogar tiefer schlafen. Durch Feuer freigesetzte Gase oder Dämpfe wie Kohlenmonoxid, Chlor- oder Blausäuregas kann man schnell das Bewusstsein verlieren. Dann ist es mehr als vorteilhaft, wenn man vom lauten Piepen des Melders geweckt und so auf das Feuer aufmerksam wird. In dieser Situation sind oft Sekunden entscheidend.

Damit sie effektiv sind, sollten Rauchmelder mindestens im Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur installiert werden. Ungünstiger platziert ist ein Rauchmelder in Küche oder Bad, da hier durch Wasserdämpfe ein Fehlalarm ausgelöst werden könnte. Auch im Keller ist ein Rauchmelder empfehlenswert. Zusätzlichen Schutz bieten Systeme, welche miteinander vernetzt sind.

Beim Kauf auf Prüfzeichen achten

Bei der Anschaffung von Rauchmeldesystemen sollte man darauf achten, dass diese CE-zertifiziert sind und das VdS-Prüfzeichen aufweisen. Die VdS-Schadensverhütung, Tochtergesellschaft des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), gilt als wichtige unabhängige Prüfinstitution mit dem Schwerpunkt Brandschutz und Security: Das Prüfzeichen wird u.a. vergeben bei Langlebigkeit und geringer Fehlalarmwahrscheinlichkeit. Außerdem ist es ein Indiz dafür, dass eine fest eingebaute Batterie mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahre vorhanden ist.

Auch das Prüfzeichen des „Kriwan Testzentrums“ ist solch ein unabhängiges Qualitätszeichen. Ein zuverlässiger Rauchmelder ist im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. (VB)


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