Arbeitskraftabsicherung für Handwerker

8. Dez 2020 | Job

Sie sind die wichtigsten Werkzeuge eines jeden Handwerkers: die körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Gesundheitliche Einschränkungen können daher finanzielle Einbußen bedeuten und ganze Existenzen bedrohen. Hier erfahren Sie, wie Sie als Handwerkers sich am besten absichern.

Was haben Schreiner, Dachdecker und Maurer gemein? Augenscheinlich nicht allzu viel, außer dass sie alle handwerklich tätig sind. Ihre Arbeit ist körperlich anstrengend und bringt zudem das ein oder andere Risiko mit sich. Kann Ihr Kunde aus dieser Zielgruppe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten oder verliert Fähigkeiten, die essenziell sind, um den Alltag zu bestreiten, können verschiedene Versicherungen Abhilfe schaffen, um die Arbeitskraft als Handwerker abzusichern.

Die Grundfähigkeitenversicherung

Das Meisterstück unter den Arbeitskraftabsicherungen für harte, körperliche Arbeit. Die Grundfähigkeitenversicherung ist in mehrerer Hinsicht eine gute Lösung für handwerklich tätige Berufsgruppen, die einer starken körperlichen Beschäftigung nachgehen. Zum einen sichert sie eben jene Fähigkeiten ab, die ein Handwerker benötigt, um seiner Arbeit nachzugehen, wie etwa Gehen, Greifen, Sehen oder Hören. Zum anderen bewegen sich die Prämien in einem moderaten Bereich.

Natürlich ist jeder Mensch, unabhängig von seinem ausgeübten Beruf, auf seine Grundfähigkeiten angewiesen, doch da maßgeblich auch deren Fähigkeiten mit dem ausgeübten Beruf zusammenhängen, profitieren handwerklich Tätige besonders von dem definierten Grundfähigkeitenkatalog. Einzig die psychischen Erkrankungen werden hier an der ein oder anderen Stelle vermisst. Schwere psychische Erkrankungen können jedoch bei Versicherern wie dem Volkswohl Bund mit dem Baustein „Psyche PLUS“ oder bei die Bayerische optional mit eingeschlossen werden.

Zudem wird, anders als bei der Berufsunfähigkeitsversichrung, die versicherte Rente erbracht, sobald eine oder mehrere der definierten Grundfähigkeiten wegfallen. Ob Sie als Handwerker weiterhin arbeiten können oder möchten, ist also nicht relevant. Ein besonderes Augenmerk sollte der Grundfähigkeit „Mobilität“ gelten. Denn unabhängig davon, ob Ihr Kunde als selbstständiger Handwerker arbeitet oder als Angestellter, so wird die Fahrt zum Kunden mitunter eine wichtige Rolle spielen. Achten Sie daher auf diesen Punkt. Die Basler hat diesen bereits ohne Mehrbeitrag in ihren Grundfähigkeitenkatalog integriert. Versicherer wie die Canada Life oder der Volkswohl Bund bieten die Grundfähigkeit „Autofahren“ optional mit an.

Übrigens: Junge Leute (bis zum 30. Lebensjahr) profitieren zudem von einer vereinfachten Gesundheitsprüfung bei der Basler.

Berufsunfähigkeitsversicherung – MetallRente

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt wohl eine der umfangreichsten Arbeitskraftabsicherungen dar. Das Problem: Die Risikoprüfung macht es vor allem für Kunden mit Vorerkrankungen schwer, sodass mit Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder gar der Ablehnung gerechnet werden muss.

Da die handwerklichen Berufe sehr risikoreich ausfallen, erfolgt auch dementsprechend die Klassifizierung der Berufsgruppe. Nicht jeder Handwerker kann und möchte sich daher die Prämie für einen BU-Schutz leisten.

Über das Versorgungswerk Metall Rente kann Ihr Kunde eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und so von Großkundenkonditionen und einer besseren Berufsgruppeneinstufung profitieren. Für welche Branchen ein Abschluss möglich ist, können Sie diesem PDF entnehmen.

Unfallversicherung

Nicht zu vernachlässigen sei hier natürlich die altbewährte Unfallversicherung. Gerade im handwerklichen Bereich kann es schnell zu einem Unfall mit dauerhafter Beeinträchtigung kommen. Eine Unfallrente sollte daher stets mit eingeschlossen werden, um einen Verdienstausfall abzusichern. In Kooperation mit die Haftpflichtkasse, der BSG und der Gothaer hat die VEMA tolle Deckungskonzepte mit vielen Highlights konzeptioniert. Unter anderem sind so auch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung mitversichert.