Trendsport Slacklinen – Seiltanz in der Natur Unfallversicherung

23. Aug 2013 | Familie & Freizeit

Slacklinen ist eine der neuen Trendsportarten im Sommer 2013, die in der Natur ausgeführt wird. Viele Begeisterte versuchen den „Tanz auf dem Seil“, vom Balance halten über Sprünge und Drehungen bis zu Besonderheiten wie Slacklinen im Dunkeln oder über dem Wasser.

slacklining-berlin © Fotolia.com

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In den letzten Jahren kamen viele Trendsportarten auf, die vorwiegend von jungen Leuten eifrig betrieben werden. Eine dieser Neuerungen, körperlich-sportlich an seine Grenzen zu gehen, ist Slacklinen.

Was wird beim Slacklinen gemacht?

Die Bänder, die meist aus einem flachen Gurt oder Schlauch bestehen, werden zwischen zwei Punkten gespannt. Das können Bäume oder Haken sein, oder was man am entsprechenden Platz anbringen kann bzw. vorfindet. Auf diesem Seil wird dann nicht nur balanciert, sondern es gibt regelrechte „Kunststücke“, die von den „Profis“  dieses Sports vorgeführt werden. Sprünge, die nur Geübten gelingen und Drehungen, die schon an die Arbeit von Artisten erinnern. Allerdings ist das Seil nicht straff gespannt, da es aus elastischem Material besteht. Dadurch dehnt es sich, wenn es betreten wird, und erfordert ein ständiges Ausbalancieren des eigenen Gewichtes.

Was sind für Arten des Sports entstanden?

Entstanden ist der Sport durch die Kletterer, die als Ausgleich und „Trockenübung“ so an ihrer Koordination und Balance übten. Inzwischen gibt es nicht nur viele begeisterte Nachahmer, sondern auch viele Begriffe rund um das Slacklinen. Die Leine wird oft auf eine Circa-Länge von 10 bis 12 Metern gespannt und in eine Höhe von 30 bis 70 Zentimeter. In diesem Fall spricht man von einer Lowline. Zu beachten ist hier, dass diese Aufhängung nicht für Sprünge geeignet ist, da man dafür eine Höhe von einem Meter nicht unterschreiten sollte. Denn sonst schlägt man durch die Dehnung des Seiles auf dem Boden auf. Die etwas geringere Höhe ist allerdings für Anfänger optimal. So erreicht man zunächst eine gute Balance und kann das Gehen auf dem Seil üben. Damit man sich bei den unvermeidbaren Stürzen nicht verletzt, sollte man entweder Fallschutzmatten nutzen oder sich einen natürlichen Untergrund suchen, mit dem man Gleiches erreicht, wie Sand oder Moos.

Die Profis im Slacklining

Wer den Sport schon länger ausübt, steigt dann meist auf eine andere Seilart um, damit diese durch besondere Elastizität die Sprünge ermöglicht. Andererseits gibt es besonders lang gespannte Seile, auf denen „nur“ gegangen wird. Diese Long Lines sind um die 20 bis 100 Meter lang.

Werden die Seile über felsigen Abgründen und ähnlich gefährlichen Naturuntergründen gespannt, darf wegen der Sicherheit die Sicherungsschlinge nicht fehlen. Eine andere extreme Art sind die Rodeolines, die noch weniger straff gespannt werden. Und dann gibt’s noch die Waterlines. Wie der Name schon sagt, sind die Leinen über dem Wasser gespannt. Zwar kann man hier besonders gut üben – aber dies setzt voraus, dass man im Wasser den Untergrund geprüft hat. Denn bei flachen Gewässern können schroffe Untiefen zu erheblichen Verletzungen führen. Ganz Mutige versuchen das Ganze im Dunkeln. Die Darklines brauchen allerdings besonderen Fallschutz, da sonst das Verletzungsrisiko unermesslich hoch wird.

Voraussetzung für den Sport ist das entsprechende Seil, welches es in verschiedenen Längen und Breiten sowie Dehnungen gibt. An den Slacklines sind Vorrichtungen angebracht, um sie fixieren zu können. Um sie sicher aufzuhängen, ist ein wenig Erfahrung nötig; stabile große Bäume sind ideal. Aber es gibt auch Erdanker, wenn keine Punkte vorhanden sind, die sich nutzen lassen. Befestigt man das Seil an Bäumen, sollte man an den Schutz der Rinde denken. (S.H.)


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